Das Hunger Projekt ist eine globale, strategisch arbeitende Nichtregierungsorganisation (NRO), die sich seit 1977 für die nachhaltige Beendigung chronischen Hungers in Afrika, Südasien und Lateinamerika einsetzt (- gegenwärtig in Benin, Burkina Faso, Ghana, Malawi, Mosambik, Senegal und Uganda (ab 2004 auch in Äthiopien); in Indien und Bangladesch; in Mexiko, Bolivien und Peru).
Das Hunger Projekt versteht sich als Katalysator: es setzt gezielt Entwicklungsprozesse in Gang, indem es zum einen Menschen befähigt, zusammenzuarbeiten und aus eigener Kraft, eigenständig und selbstbestimmt ihre Lebensbedingungen im Bereich Gesundheit, Ernährung, Einkommen, Ausbildung zu verbessern, zum anderen fördert es die effektive Zusammenarbeit zwischen RegierungsvertreterInnen, ParlamentarierInnen, NROs, WissenschaftlerInnen und UnternehmerInnen, um so ein unterstützendes gesellschaftspolitisches Umfeld zu schaffen.
Ein Hauptschwerpunkt liegt darin, in länderübergreifenden, strategischen Aktionen Frauen ökonomisch zu stärken und in den lokalen demokratischen Gremien politisch zu befähigen, um so ihre zentrale Bedeutung im Entwicklungsprozess hervorzuheben und erfolgreich mitzugestalten. Alle Versuche, chronischen Hunger und Unterernährung zu beseitigen, können nur erfolgreich sein, wenn sich die gesellschaftliche Stellung der Frau – und damit die sozialen, ökonomischen und politischen Rahmenbedingungen – fundamental wandeln, sowohl in der einzelnen Familie, als auch in dörflichen, regionalen und nationalen Entscheidungsgremien und Parlamenten, Organisationen und Institutionen.
Als BürgerInnenbewegung in derzeit 22 Ländern weltweit mit 98 einheimischen Angestellten in den Entwicklungsländern und 30 Angestellten in den Ländern der westlichen Welt, mobilisiert das Hunger Projekt zur Zeit ca. 30.000 ehrenamtliche MitarbeiterInnen und Aktive.
Die Präsidentin des Globalen Hunger Projekts, Joan Holmes, ist in die UN - Hunger Task Force zur Erreichung der Milleniumsziele berufen worden, und zum globalen Vorstand gehören u.a. Persönlich-keiten wie Javier Pérez de Cuéllar (ehem. UNO-Generalsekretär), Dr. Speciosa Wandira Kazibwe (ehem. Vizepräsidentin und Landwirtschaftsministerin von Uganda), Mohini Giri (ehem. Vorsitzende der Nationalen Kommission für Frauen in Indien), Prof. Amartya Sen (Nobelpreisträger 1998 für Wirtschaftswissenschaften), Prof. M.S. Swaminathan (Direktor des Forschungszentrums für ökologischen Landbau und ländliche Entwicklung in Indien; langjähriger, jetzt emeritierter, Vorsitzender des Globalen Vorstandes).
Das Hunger Projekt hat einen Beraterstatus im Wirtschafts - und Sozialrat der UNO (ECOSOC). Der Hauptsitz ist in New York.
In Deutschland arbeitet das Hunger Projekt als gemeinnützig anerkannter Verein mit ca. 40 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen und Aktiven und einer Teilzeitangestellten. Spenden an das Hunger Projekt sind steuerlich absetzbar. Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin hat das Hunger Projekt e.V. mit dem DZI-Spendensiegel für seine nachprüfbare, sparsame und satzungsgemäße Verwendung der Spendengelder ausgezeichnet.
Aktuelle Informationen im Internet: http://www.hungerprojekt.de und http://www.das-hunger-projekt.de
Am Neuweg 15, D-79400 Kandern-Wollbach, Fon:+49-7626-9725-68, Fax: -71, E-Mail:dhpbrd@thp.org
Konto: Sparkasse Bonn, Konto Nr. 47571, BLZ 380 500 00, Amtsgericht Ravensburg VR 968
Spenden sind steuerlich absetzbar; Auszeichnung mit dem DZI-Spendensiegel